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Eine Wanderung durch die Zeit der Wassermühlen
Wandert man das Grenzbachtal entlang - von der Roten Brücke bei Moschwig bis zur Elbmündung bei Dommitzsch - begegnet man zahlreichen Wassermühlen. Die Wasserkraft des Grenzbaches wurde schon seit vielen Jahrhunderten von den Menschen genutzt.
Die erste Mühle auf unsererWanderung ist die Hachemühle, jetzt das Waldhotel "Zur Hachemühle". Die Mühle entstand wahrscheinlich 1645 an einem Zufluss des Grenzbaches und wurde als Schneid- und Mahlmühle genutzt. Heute erinnert nur noch ein kleines Wasserrad im Biergarten an vergangene Zeiten. Wir wandern am Nordufer des Stausees entlang bis zum Damm. In der Nähe des Dammes am ursprünglichen Flussbett des Grenzbaches, befand sich eine weitere Mühle. Es war eine Walkmühle - daher finden wir in einigen Karten noch den Vermerk "Walkteich".
Nach einer Rast an der Wanderhütte geht unser Weg hinter dem Dorfteich Dahlenberg entlang.

An diesem Abschnitt befindet sich ein Naturlehrpfad, welcher Auskunft über die heimische Fauna und Flora gibt. Vom Weg hinter dem Dorfteich hat man einen herrlichen Blick ins Dorf. Gleich am Ablauf des Dorfteiches begegnen wir der nächsten Mühle. Die Wasserkraft wurde hier zum Holzschneiden und zum Mahlen genutzt. In einer Ansichtskarte von Dahlenberg aus dem Jahre 1950 ist noch die Schneidmühle mit den gewaltigen Holzstämmen vor dem Dorfteich zu sehen. Bis 1976 wurde hier noch für die Anwohner Schrot gemahlen. Unser Weg führt uns in Richtung Trossin und nach wenigen Kilometern kommen wir zur Pleckmühle mit dem Pleckmühlenteich.
Die Pleckmühle, eine Schneid- und Mahlmühle, war bis 1952 noch in Betrieb. Das Galeriehaus, das Wirtschaftsgebäude im Hof, ist ein sehr schöner Fachwerkbau. Aus alten Akten geht hervor, dass 1766 Pleckmüller Joh. Gottfried Kundermann die Mühle kaufte. 1769 brannte die Mühle ab. Wir entspannen uns auf einer Bank vor der Mühle und beobachten die Wildenten auf dem Pleckmühlenteich. Weiter stromabwärts in Richtung Dommitzsch liegt die Furthmühle. Der Furthmühlenteich oder auch Melzteich genannt, wurde schon von den Slawen im 5. Jahrhundert angelegt. Von den deutschen Siedlern um 980 wurde der Damm erhöht, um eine Mühle betreiben zu können. Die Furthmühle wird in den ältesten Urkunden als Vorder- oder Fordere-Lehens-Mühle bezeichnet. Nach einer Urkunde von 1492 gehörte die Furthmühle zum Rittergut Trossin und wurde bis um 1900 vom Rittergut verpachtet. Heute noch ist die Furthmühle als technisches Denkmal ausgewiesen. Unser Weg führt und nun durch den Gränigk, ein Feuchtgebiet mit größeren Wiesenflächen. Hier ist der Elbe-Biber heimisch, was man an den abgefressenen Baumstümpfen, die wie Bleistifte aussehen, erkennen kann.
Am Waldbad Dommitzsch angekommen, erinnert uns der Name Lindemühlenteich an die einstige Lindemühle. Leider wurde das Mühlengebäude zum Bau des Eingangsgebäude abgerissen. Heute sind nur noch das große Backstein-Wirtschaftsgebäude und ein Stück des Mühlgrabens erhalten. Bevor der Grenzbach hinter Dommitzsch in die Elbe mündet, wurde seine Wasserkraft in der Stadt nochmals von drei Mühlen genutzt.
- Hartmannsmühle
- Schlohbachmühle
- Doebeltsmühle
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